Bilder einer Baustelle

Mai 2009: Endlich gehen Profis an die Arbeit. Zimmermeister Simon Gerspacher aus Vörstetten und seine Mannschaft rücken dem baufälligen Holzschopf im Garten zu Leibe. Erst der Abriss ermöglicht es, den dahinter liegenden historischen Torbogen freizulegen: Umgestaltet zu einem großzügigen Fenster wird er dem Trottschopf, der in Zukunft Gästen als attraktiver Frühstücks- und Festsaal zur Verfügung stehen soll, Licht spenden und einen schönen Ausblick in den nunmehr erweiterten Garten bieten. Beeindruckt haben uns die überlegte Ruhe und die enorme Geschwindigkeit, mit der die Zimmermänner arbeiteten – zumal die Sparren und Balken einen wenig vertrauenerweckenden Eindruck machten! Nach eineinhalb Tagen Arbeit ging der Schopf schließlich unter Donner und Staub in die Knie – und gab eine doch überraschend große Fläche frei, die Raum für eine schöne neue Gartengestaltung bietet. Da wir wegen den Bauarbeiten den Rasenroboter nicht mehr nutzen konnten, der Wildwuchs im Garten aber überhand zu nehmen drohte, griff mein Vater auf Altbewährtes zurück: Die Sense kam zum Einsatz – was uns zu mehr oder weniger erfolgreichen und von ihm streng begutachteten Selbstversuchen animierte.  Nach Wochen des Entrümpelns stand uns noch eine große Herausforderung bevor: Der Dachboden – randvoll mit alten Zeitschriften, kompletten Zug- und Kutschgeschirren, Möbeln, Säcken usw. usw. usw. und Altholz, das zunächst mit dem Fuchsschwanz zerkleinert werden musste, um dann per Rutsche im Container gesammelt werden zu können  Die Leerung des Dachbodens, der für Reparaturarbeiten bzw. für die Dämmung vorbereitet werden muss, wird uns noch einige Zeit kosten – aber wird sind mit unserer Arbeit spürbar im Endspurt und freuen uns sehr darauf, bald mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen zu können und sehen zu dürfen, wie unsere Ideen Zug um Zug Gestalt annehmen.

Noch eines – nach 40 m³ Gerümpel, 15 m³ Holz und einigen Tagen Knochenarbeit muss man T. S.  Eliot zustimmen: „Tradition […] kann nicht ererbt werden […]. Wer ihrer teilhaftig werden möchte, muß sie sich mit großer Mühe selbst erwerben.“

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