⚜ Gutshof Güntert

Frühlingsanfang – wir fangen an!

Am 14. März 09 – eine Woche vor Frühlingsanfang – fiel der „Startschuss“ für die Sanierung des Hauses. Nachdem wir in den letzten Wochen und Monaten mit unserem Architekten Michael Gerspacher über Plänen gebrütet und Ideen ausgetauscht haben, wollen wir der Theorie nach langer Zeit nun endlich Taten folgen lassen.  In einem ersten Schritt musste der „Grasgarten“ hinter dem Haus von Steinen, altem Holz und liegen gebliebenem Grünschnitt befreit werden. Unser Plan ist es, den baufälligen Holzschopf abzureißen, um den historischen zugemauerten Torbogen im Trottschopf wieder freizulegen und als Fenster zu nutzen. Unter den mächtigen Steinen, die es zunächst beiseite zu schaffen galt,  entdeckten wir auch solche, die einstmals Vorfahren der Familie Güntert als Grabstein gedient haben… Für unseren Plan, an der südöstlichen Seite des Hauses einen Balkon und eine darunter liegende Sonnenterrasse für zukünftige Gäste errichten zu lassen, musste zudem ein Fundament ausgehoben werden. Dafür rückten Johannes und Freund Bernd mit „schwerem Gerät“ an – das jedoch, wie man sieht, der Herausforderung nicht immer gewachsen war und Johannes für kurze Zeit in luftige Höhen versetzte…

Auch im Haus selbst treffen wir erste Vorkehrungen für die Sanierung. Da sich über einem Zimmer ein schwerer betonähnlicher Bodenbelag auf dem Dachboden befindet, der zunehmend auf die Balken drückt und eine der Ursachen für die zahlreichen Risse und Verschiebungen im zweiten Stock ist, werden in diesem Zimmer Stützbalken angebracht, um den Belag endlich entfernen zu können. Beim Ausräumen des Zimmers entdeckten wir neben zahlreichen alten Fotos ein Kochbuch von Johannes‘  Ururgroßmutter Louise Friederike Güntert geb. Leitz (1839-1918) und ein Gebetbuch seiner Urururururgroßmutter Anna Barbara Kaltenbach geb. Erler (1721-1807). Erneut wurden wir daran erinnert, wieviele Generationen schon in diesem Haus ihre Spuren hinterlassen haben – und wünschen uns, mit der grundlegenden Sanierung des Hauses, das wir renommierten Altbau-Spezialisten anvertraut haben, dieser Linie nun unsere Spuren anzufügen. Wie sagt unser Architekt so schön: „Das Haus soll eine Zukunft haben.“  Der erste Schritt dazu ist getan.

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