⚜ Gutshof Güntert

Hier sind wir – da wollen wir hin

Liebe Gäste, liebe Freunde,

wir haben unsere Seite ein wenig verändert und auf eine leichter zu pflegende Software (WordPress) umgestellt. Das passt technisch besser zu unserer geplanten „Tagebuch“-Struktur, mit der wir nach der Übernahme des Betriebes bis zum geplanten Einzug Ende 2009/Anfang 2010 die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen mit Fotos dokumentieren wollen.

Der von uns beauftragte Architekt und Energieberater hat einen Energieberatungsbericht vorgelegt – bei der unten stehenden Grafik braucht es wohl wenig Vorstellungsvermögen, um zu ermessen, wie dringlich eine (selbstverständlich behutsame) Energiesanierung des über 265 Jahre alten Hauses mittlerweile ist:
Energieberatungsbericht

In der Grafik ist der übliche „Energiepass“-Balken zu sehen, rechts unser momentaner Energieverbrauch von 414 kWh/m²a und links ein Ziel nach der Sanierung: 23 kWh/m²a, das wahrscheinlich nicht ganz eingehalten werden kann.

Risse, verursacht durch eine Absenkung der Innenwände zur Mitte des HausesMein Vater hat in den 80er-Jahren bereits das gesamte Ökonomiegebäude und einen Teil des Nebentraktes renoviert, die alte historische Hausbemalung außen aufwendig wieder hergestellt, den Hof neu gepflastert und die Dächer neu eingedeckt. Wir wollen nun an diese Renovierung anknüpfen, uns des Haupthauses von innen und der Energieversorgung annehmen.

Nachdem der Fachmann das Ganze untersucht und beurteilt hat, wundert es uns nun nicht mehr, dass wir einen so hohen jährlichen Energieverbrauch an Gas und Strom haben! Seit den 50er-Jahren ist am Haupthaus innen so gut wie nichts mehr gemacht worden – die mittlerweile zentimeterdicken Risse an Innenwänden und frei schwebende Balken im Dachgebälk, verursacht durch eine Absenkung der Innenwände zur Mitte hin, sprechen eine deutliche Sprache.

Wir haben uns folgende Ziele gesetzt, die wir mit unserer Sanierung erreichen wollen:

  • Erhaltung der ursprünglichen Bausubstanz
  • Rückbau der „Bausünden“ aus den 50er- und 60er-Jahren
  • „Autarke“, zukunftssichere und CO2-neutrale Energieversorgung:
    Unabhängigkeit von fossilen Primärenergiequellen durch Nutzung von regenerativen Energiequellen (nachwachsende Brennstoffe und Solar)
  • Einbau einer modernen Heizungsanlage und eines modernen Heizkonzeptes kombiniert mit nachhaltigen Methoden bei der Dämmung, möglichst wenig Eingriff in die alte Bausubstanz.
  • Bessere Nutzung des historischen Kachelofens zur Heizungsunterstützung
  • Regenwasser/Brauchwasser-Anlage
  • Modernste (unsichtbare) Haustechnik auf EIB/KNX-Standard, Rückbau der sichtbaren Heizungsrohre und alten Aufputz-Elektroinstallationen
  • Stilgerechter Innenausbau und entsprechende Einrichtung

Das sind gewiss hochgesteckte Ziele – wir sind uns aber sicher, dass wir sie mit den von uns beauftragten Fachleuchten und mit der tatkräftigen Unterstützung unserer Familie erreichen werden. Und was passt besser zu einem solchen ebenso herausfordernden wie faszinierenden Projekt, ein seit fast 300 Jahren in Familienbesitz befindliches Haus für die Zukunft fit zu machen, als die Verse im Faust I: „Was du ererbt von Deinen Vätern hast,/Erwirb es, um es zu besitzen.“

Johannes und Dr. Edda Güntert

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